Drei Tage war ich unterwegs auf den Straßen Pieschens. Viel zu hören, sehen, essen, trinken gab es am 30., 31. Mai und 1. Juni 2014 bei einem der kleineren Dresdner Stadtteilfeste. Klein aber mittlerweile richtig gut.

larer Pluspunkt für mich: die Bühne des feinen Clubs Ost-Pol. Prima Bands aus der Region und nicht alles nur Blues – auch wenn auch auf der Ost-Pol-Bühne der Blues den Ton angab. Auch auf der Hauptbühne und bei der Hofmusik viel Blues. Aber auch Zwischentöne, lokale Chormusik und die überall präsente Blechlawine. Gute Mischung musikalisch.

Richtig viel gab’s für die Kinder. Hüpfburgen, Kletterfelsen, Malfarben, Wildwasserstrecke für kleine gebastelte Boote und eine Seilbahn über den Köpfen der Besucher. Der Verein Stoffwechsel hat diesbezüglich richtig viel Alarm gemacht. Respekt. Aber auch rundherum war für Kids viel zu erleben. Pferdchen waren da, Straßenmalkreide, Kinderschminken, Knüppelkuchen.

Wichtiger Punkt: Essen, Trinken – lecker. Viele viele leckere leckere Kuchen, interessante Eiskreationen, Vegetarisches, Veganes – bei mir heißt es aber dann doch meist: Viel Fleisch, viel ehr – und auch da hat sich Sankt Pieschen sehr ehrenvoll geschlagen. Wurst, Steak, Schaschlik. Mjam.

Auch Trödelstände waren natürlich da – für mich aber nix dabei. Auch nix konnte ich den vielen Künstlern abkaufen. Etwas seltsame Kunst hing und stand im ehemaligen Schleckermarkt. Ein wenig Kitschiges aus Glas und Versuche aus und in Ton. Solider sah das schon in den kleinen Ateliers etwas Abseits des Trubels aus. Die Torgauer Straße wurde kurzerhand zur „Künstlergasse“. Dort gab es nette Einblicke und schöne Ideen. Man konnte sogar an einem Kunstwerk mitwirken, musste man aber nicht. Man konnte auch leckere Sachen essen – teilweise sogar Kunst. Obstkunst.

Bleibt zu hoffen, das sich das Orga-Team längerfristig findet, sich nicht überhebt und auch immer ein bisschen Glück auf seiner Seite hat. Nur so kann man so ein Projekt über viele Jahre beständig betreiben.Für mehr Krawall, Kommerz und Lautstärke haben wir in Dresden ja die BRN. Sankt Pieschen: Bleib so wie Du bist, dann komm ich immer gerne wieder!