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Persönliches, vergangende Auftritte 19. Januar 2008Die großen Plattenfirmen gehen pleite, die kleinen Plattenfirmen gehen hinter her. Die Musikindustrie heult seit Jahren schon über die bösen Raubkopierer, schlägt um sich, mahnt ab, entlässt Leute. Gruselige Umsatzzahlen. Dann sind wieder alle hin- und hergerissen zwischen Neid und Begeisterung für Apple. Konsumenten werden mit abstrusen Kopierschutzmechanismen genervt, die dann plötzlich wieder abgeschafft werden. Leute, wo geht es hin mit der Musik? Und vor allem: Wo sollen die jungen Musiker hin? Viele sagen, der Kuchen wird kleiner. Viele klammern sich an alte Zöpfe, gestandene Bands an Verträge – da ist wohl kein Platz mehr für Songwriter.
Das es auch anders geht hat gestern der Song Slam in der Scheune bewiesen – und ich bin wirklich froh darüber. Das junge Publikum ist hungrig auf junge Musik. Die jungen Musiker sind hungrig auf junges Publikum. Es wird über Musik diskutiert, E-Mail-Adressen werden ausgetauscht, Netzwerke aufgebaut. Nur so geht es!
Die ganze Organisation hat mich einen Haufen Zeit und Nerven gekostet – und vermutlich hätte ich ohne den Song Slam mindestens 3 neue Lieder geschrieben. Aber diesen Verlust wird die Welt verschmerzen können.
Ich hoffe die Freundschaften, die gestern geschmiedet wurden, werden halten. Ich hoffe, Ihr tauscht weiter fleißig Adressen von Klubs, die offen für Neues sind. Ich hoffe, Ihr erarbeitet Euch Gelegenheiten für Auftritte. Ich hoffe, die Zuschauer unterstützen Euch, kaufen die eine oder andere nicht perfekte aber aufwendig selbst gebrannte CD, empfehlen Euch weiter. Und ich hoffe, wir sehen und hören uns in der Scheune wieder!
am 23. Januar 2008 um 10:53 Uhr
Heut is Songslam
Für Alf ist das no Problem
Für die kleinen und die Großen
Heut is Songslam
Da stockt dem Publikum der Atem
Das freut den Dämon und das Totem
Heut is Songslam